Die Fischerbastei

23. April 2008

Die im Jahre 1899 erbaute und im Jahre 1905 fertiggestellte Budapester Fischerbastei ist ein weltweit einmaliges Kunstwerk nach den Plänen Frigyes Schuleks. Die Fischerbastei befindet sich auf der ehamligen Budaer Seite der Stadt Budapest, am Burgberg nahe der bekannten Matthiaskirche.

Der Name Fischerbaste stammt aus dem Mittelalter, da hier der Fischermarkt gelegen war, auf dem die Fischer im Mittelalter ihren Handel betrieben. Heutzutage dient die Bastei nur noch touristischen Zwecken. Da die Bastei mit mittelalterlichen Ritterburgen durchaus vergleichbar ist, ist ein Besuch äußerst lohnenswert. Die Fischerbastei zählt demnach zu einer der Hauptattraktionen der Ungarntouristen. Ausserdem lässt sich eine Besichtigung auf Grund ihrer Lage sehr gut mit Besichtigungen der anderen zahlreichen Sehenswürdigkeiten rund um den Burgberg kombinieren.

Von den sechs weißen, konischen Türmen der Bastei aus ist ein einmaliger Blick über Budapest gegeben. Von hier aus kann über die Donau bis hin in den gegenüberliegenden ehemaligen Stadtteil Pest gesehen werden. Auch der Ausblick auf das Parlamentsgebäude ist einmalig.

Vor der Budapester Fischerbastei erhebt sich eine Reiterstatue des heiligen Stephan, König Stephan I. von Ungarn, aus Bronze. König Stephan I. war der erste ungarische König. Er regierte Ungarn bis zum Jahre 1038 und war maßgebliche für die Christianisierung.

Auf Grund Ihres festungsartigen Baustils, der Architektur und dem wundervollen Ausblick über die Stadt Budapest sprechen Touristen oftmals von einer märchenhaften, einzigartigen Romatik die die Bastei umgibt.

Da die Fischerbastei direkt am Südhang des Burgberges gelegen ist und der Aufstieg relativ steil verläuft, besteht für Touristen, die auf Grund der vielen budapester Sehenswürdigkeiten bereits etwas müde geworden sind, die Möglichekeit eine Seilbahn zu nutzen, die direkt an der Fischbastei hält.

Nach wie vor tummeln sich rund um die Bastei viele ungarische Händler und Musiker, die ihren Lebensunterhalt vor allem durch Touristen bestreiten.

Die Matthiaskirche

22. April 2008

Über die Grenzen Budapests hinaus bekannt ist die sogenannte Matthiaskirche, auch Liebfrauen und Königskirche genannt. Die Kirche wurde im Jahr 1255 erbaut und im Jahre 1269 fertiggestellt. Sie befindet sich auf der ehemaligen Budaer Seite auf dem Schlossberg.
Der Name Matthiaskirche ist auf den ungarische König Matthias Corvinus (geboren 1443, gestorben 1490) zurückzuführen, der das Königreich Ungarn von 1458 – 1490 regierte.
Ihren Bekanntheitsgrad erhielt die Kirche unter anderem auch daher, da die ehemalige Kaiserin Elisabeth (Siss) im Jahre 1867 hier zur Königin von Ungarn gekrönt wurde.

Die Matthiaskirche zu Budapest wurde während der diversen Kriege bereits mehrfach zerstört und nahezu bis auf die Grundmauern abgebrannt, bis sie nach dem zweiten Weltkrieg im gotischen Stile wieder aufgebaut und sogar erweitert wurde. Optisch hebt sich die Kirche besonders durch Ihre ungleiche Bauweise hervor. Sie besteht aus zwei Türmen die völlig unterschiedlichst aussehen. Während der eine Turm klein und bunt gebaut wurde, ist der andere Turm über 80 Meter hoch und im typisch gotischen Stil errichtet worden.

Im Inneren der Kirche fällt ganz besonders das sogenannte „Marientor“ auf, das aus dem 14. Jahrhundert bestehen blieb. Es erinnert an den Tod Mariens. Der restliche Innenausbau stammt aus der Zeit des Wiederaufbaus nach dem zweiten Weltkrieg. An der Kanzel hingegen werden die zwölf Apostel dargestellt.

An der Kapelle befindet sich eine Jungfrauenstatue aus rotem Marmor. Am Oratorium des Malteserordens ist eine Staute der Königin Elisabeth aus weißem Marmor zu bestaunen.

Weiterhin befinden sich in der sogenannten „Unterkirche“, die über einen Abstieg erreichbar ist, ein gemeinsamer Sakopharg der ungarischen Könige des Mittelalters.

Im ersten Obergeschoss der Kirche befindet sich das kirchliche Museum. Hier sind die wertvollen Domschätze, wie z.B. die schwarze Madonna aus Loreto ausgestellt.

Der Sándor - Palais - Sitz des Staatspräsidenten

20. April 2008

Der Sándor - Palais zu Budapest ist die Residenz des ungarischen Staatspräsidenten. Er befindet sich in unmittelbarer Nähe der königlichen Burg die auf der Spitze des Géllertberges thront. An der Front des Palastes ist die römische Buchstabenkombination MDCCCVI, was so viel wie 1806 bedeutet, in Stein graviert.

Jüngst wurde der Staatspalast renoviert. In Teilen des Palastes fanden bisher interessante Kunst- und Kulturausstellungen Ausstellungen statt, die nach Abschluss der letzten Renovie-rungsarbeiten wieder auferlegt werden sollen.

Der Sándor - Palais ist der Sitz des jeweils amtierenden Staatspräsidenten. Seit dem 05. August 2005 ist der promovierte Jurist Dr. László Sólyom das amtierende ungarische Staatsoberhaupt. Er löste damit den deutschstämmigen Ungar und Jura Professor Ferenc Mádl ab. Unter Mádl schaffte Ungarn den für das Land und die Bevölkerung bedeutenden und historischen Schritt zum Beitritt in die NATO im Jahr 2000 und sogar in die Europäische Union im Jahr 2004. Die Amtszeit des ungarischen Staatspräsidenten umfasst grundsätzlich eine fünfjährige Periode.

Sólyom, der bereits Präsident des ungarischen Verfassungsgerichtes war, studierte u.a. in Deutschland, an den Universitäten zu Köln und Hamburg. Vier Jahre lang lehrte Sólyom als Professor an der Friedrich - Schiller - Universität zu Jena. Jüngst unterrichtete er auch als Ehrendoktor bürgerliches Recht an der Universität zu Köln.

Seine politische Karriere begann László Sólyom jedoch erst Ende der 80er Jahre und schaffte hierbei einen rasanten und im-posanten Aufstieg vom einstigen Ratgeber bis hin zum ungarischen Staatsoberhaupt.

Seit dem Fall des eisernen Vorhangs im Jahre 1989/1990 wurde Ungarn zur Republik erklärt. Die ungarische Verfassung basiert auf den Grundlagen des deutschen Grundgesetzes. Der Staatspräsident der ungarischen Republik wird vom Parlament gewählt. Das Parlament besteht aus 386 Abgeordneten die auf die Dauer von vier Jahren gewählt werden. Das Wahlsystem ist wie in Deutschland eine Mischung aus Personen- und Verhältniswahl.

Die Nationalgalerie

17. April 2008

Auch die ungarische Nationalbibliothek sowie die ungarische Nationalgalerie sind Teile des königlichen Burgpalastes zu Budapest. Die im Jahr 1957 gegründete und im Justizpalast untergebrachte Galerie befindet sich inzwischen seit gut 30 Jahren in den Gemäuern des Palastes. Ausstellungen befinden sich sogar in der ehemaligen Kaisersuite sowie in den Ze-remoniesälen der Kaiserin Maria Theresia.

Die ungarische Nationalgalerie beherbergt auf vier Etagen weit über 100.000 Kunstwerke aus unterschiedlichsten Epochen. Aus dem zwölften Jahrhundert findet man hier unter anderem Tafelmalereien sowie Kunstwerke der damaligen (Stein-) Bildhauer. Kunstwerke dieser Art findet man jedoch auch aus dem 19. Jahrhundert. Von realistischer über romantische Malerei bis hin zu Historienbildern kann in der ungarischen Nationalgalerie alles bestaunt werden.

In den Räumen der damaligen Kaisersuite kann heutzutage ungarische Barockkunst bestaunt werden. Die Säle der Kaiserin beherbergen größtenteils eine spätgotische Flügelal-tarausstellung.

Entwicklungsphasen moderner Kunst bis hin ins 20. Jahrhundert sind jedoch auch zu be-staunen. Diese Ausstellungen wechseln auf Grund der Vielzahl der Exponate ständig.
Es gibt demnach nicht nur Stein- und Holzexponate zu betrachten, sondern auch Münzen und Plastiken aus der Neuzeit.

Seit dem Jahr 2000 kann auch das mittelalterliche Lapidarium als Teil des Burgpalastes bestaunt werden. Es beherbergt eine Sammlung von Steinskulpturen, Steinwerken, Sarko-phagen und Grabmalplatten.

Die Ausstellungen und Exponate setzen sich sowohl aus Sammlungen der öffentlichen Hand, wie auch aus Sammlungen privater Haushalte zusammen. Das Fundament der Sammlungen bildet jedoch die seit dem Jahre 1880 bestehende Budapester Sammlung.
Diese einmaligen ungarischen Schätze können in den Frühlings- und Sommermonaten Dienstags - Sonntags von 10 - 18 Uhr und in den Herbst- und Wintermonaten Dienstags - Sonntags von 10 - 16 Uhr begutachtet werden.

Die Nationalbibliothek

16. April 2008

Auch die ungarische Nationalbibliothek ist seit dem Jahre 1985 ein Teil des königlichen Burgpalastes zu Budapest. Sie wurde bereits im Jahre 1802 gegründet und nach Ihrem Gründer Count Ferenc Széchényi benannt. Bevor sie ein Teil des Burgpalastes wurde war sie über 140 Jahre lang im alt ehrwürdigen Gebäude des Nationalmuseums im Stadtteil Pest beherbergt. Der eigentliche Hauptgrund des Umzuges war das immer größer werdende Platzproblem.

Die Hauptaufgabe der Bibliothek ist es alle bedeutenden ungarischen Schriften sowohl aus längst vergangener jedoch wie auch aus der Neuzeit zu sammeln, zu verwalten und zu ar-chivieren. Nahezu jedes Schriftstück welches dort beherbergt wird, ist auch bereits in elekt-ronischer Form aufbereitet und kann von jedermann gelesen oder eingesehen werden. Ins-gesamt umfasst die Nationalbibliothek ca. 2,5 Millionen Schriftstücke. Weiterhin sind nicht nur Schriften sondern auch Grafiken in Form von Mikrofilmen archiviert.

Genau wie die ungarische Nationalgalerie hat auch die Bibliothek an Montagen geschlossen. An den restlichen Wochentagen ist die Bibliothek zwischen 10 und 18 Uhr für jedermann zugänglich. Die Benutzung der Bibliothek ist allerdings nur Erwachsenen ab 18 Jahren ges-tattet. Ausgenommen sind Schüler/Studenten ab 16, die an bestimmten ungarischen Schul-programmen teilnehmen.

Die Benutzung der Bibliothek ist nicht kostenfrei. Es gibt Jahres / Halbjahres und Tagespäs-se, deren Preis vom jeweiligen Berufs- bzw. Bildungsstand abhängig ist. Besondere Berück-sichtung finden z.B. auch Studierende während der Promotionsphase. Studierende der Bib-liothekarswissenschaften, Personen über 70, sowie Schwerbehinderte dürfen die Einrichtun-gen gänzlich kostenfrei nutzen.

Besonders Stolz ist Ungarns Nationalbibliothek auf Ihre „Schätze“, wie Schriften aus denen der Ursprung ihrer Sprache hervorgeht, sowie Schriften des ehemaligen Königs Matthias. Diese Schriften sowie Schriften berühmter Poeten können jedoch nur bei einer von Fachper-sonal geleiteten Besichtigungstour eingesehen werden.

Die köngliche Burg

15. April 2008

Eines der größten Touristenattraktionen stellt der Budapester Burgpalast dar. Der Burgpalast ist kaum zu verfehlen, da er auf dem Budaer Berg in Budapest als höchstgelegenes Gebäude über die Stadt ragt. Außerdem ist die im klassizistischen Stil rekonstruierte Palastkuppel von weiter Ferne zu erkennen. Der Burgberg beherbergt jedoch neben dem Palastkomplex eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten, wie zwei Höhlensysteme die sich unterhalb der Burg befinden oder die mittelalterliche Burgstadt.

Der Burgpalast mit seiner mittelalterlichen Befestigungsmauer nimmt jedoch den größten Teil des Berges in Anspruch. Der Palastkomplex stellt zudem das größte Bauwerk ganz Ungarns dar. König Béla IV. ließ den Palast im 13. Jahrhundert (im Jahre 1242) als Königsresidenz erbauen. Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Komplex sogar stetig erweitert, bis im zwei-ten Weltkrieg ein Großteil der alten Gemäuer zerstört wurde, da deutsche die Höhlensystem der Burg als Hauptquartier nutzten. Die Rekonstruktion des Gebäudes dauert bis heute an. Der Burgpalast war einst im gotischen Stil erbaut worden und wurde später im Renaissance Stil umgebaut. Aus diesem Grund findet man dort heutzutage beide Stilrichtungen.

Rundum die Festung entwickelte sich seit Erbauung eine eigene Burgstadt, die im 15. Jahr-hundert unter König Zsigmond eigene Schulen und sogar eine Universität beherbergte.

Im Inneren des Palastes befinden sich heutzutage Regierungsgebäude und Museen, die für jedermann zugänglich und zu besichtigen sind. Besonders erwähnenswert ist hierbei die Nationalgalerie, sie erstreckt sich über vier Palastetagen und zeigt Kunstwerke vom Mittel-alter bis in die Moderne.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind insbesondere das Ludwig-Museum für zeitgenössische Kunst, die Nationalbibliothek, der Mordgang, das Löwentor sowie der Matthiasbrunnen auf dem der König Matthias Corvinus als Bronzefigur dargestellt wird.

Budapest - Die Universitätsstadt

10. April 2008

Die ungarische Metropole und Hauptstadt Budapest weist eine Vielzahl von Bildungsange-boten auf. Insbesondere gibt es mehrere auch international anerkannte Universitäten. Besonders erwähnenswert sind hierbei die Andrássy Universität, die Corvinus Universität, die Semmelweis Universität, die technische und wirtschaftliche Universität Budapest, die Central Euro-pean University, die Kunst und Filmhochschulen sowie die Hochschule für Fremden-verkehr und Touristik.

Die technische und wirtschaftswissenschaftliche Universität Budapest (kurz: TUB) genießt weltweit einen besonders guten Ruf. Sie stellt zudem eine der bedeutendsten Universitäten Ungarns dar, da sie maßgeblich an der Industrialisierung Ungarns in den 30er Jahren beteiligt war. Die TUB ist staatlich und wurde im Jahre 1782 durch Kaiser Joseph II. gegründet. Insgesamt besteht die TUB aus acht verschiedenen Fakultäten, und zwar Architektur, Che-mie, Maschinenbau, Bauwesen, Informatik und Elektrotechnik, Wirtschafts- und Gesell-schaftswissenschaften, Naturwissenschaften und Verkehrswesen. Diese Universität zählt aktuell rund 25.000 Studenten und mehr als 1.000 Mitarbeiter.

Eine weitere staatliche Universität ist die Corvinus Universität für Wirtschaftswissenschaften und Staatsverwaltung. Sie wurde jedoch erst im Jahre 1920 als Teil der Könglich Ungari-schen Universität gegründet. Den Namen Corvinus erhielt die Universität erst jüngst im Jahre 2003, nach dem von 1458 - 1490 regierenden ungarischen König Matthias Corvinus. Die Universität besteht aus sieben unterschiedlichen Fakultäten, wie Gartenbau, Sozialwissen-schaften, Öffentliche Verwaltung, Volkswirtschaft, Betriebswirtschaft, Landschaftsarchitektur und Denkmalpflege sowie Nahrungsmittelindustrie. Aktuell zählt die Universität rund 15.000 Studenten und mehr als 500 Mitarbeiter.

Bei der staatlichen Semmelweis Universität die im Jahre 1769 gegründet wurde handelt es sich um ein rein medizinische Universität. Die Universität teilt sich in nur drei Fakultäten, wie Zahnmedizin, Medizin und Pharmazie. Die Semmelweis Universität ist mit über 30.000 Stundenten und mit ca. 1.500 Mitarbeitern die „größte“ Universität Ungarns.

Die Budapester Andrássy - Universität ist insbesondere für Ihre Auslandssemester bekannt. Studenten aus aller Welt können hier im Rahmen von Förder- und Austauschprogrammen ein oder sogar mehrere Semester in Budapest verbringen.

An der Central European University können weiterführende Studiengänge wie Master- oder Doktorandenprogramme besucht werden. Die Programme finden jedoch größtenteils in eng-lischer Sprache statt.

Das Gellért – Hotel

9. April 2008

Am Fuße des Gellértberges direkt am Donauufer liegt eines der bekanntesten und belieb-testen (Thermal- und Kur-) Deluxehotels Budapests, das Gellért Hotel. Es handelt sich hier-bei um eines der traditionsreichsten Stadthotels. Mit seiner einmaligen Lage nur wenige Meter entfernt von den berühmtesten Sehenswürdigkeiten Ungarns oder gar Europas, wie der Zitadelle oder der Freiheitsstatue am Gipfel des Gellértberges - dem es auch seinen Namen zu verdanken hat - ist es besonders touristenfreundlich. Außerdem sind von dort aus auch die wichtigsten Einkaufsstraßen Budapests in nur wenigen Minuten zu Fuß oder auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Derzeit ist das Hotel mit vier Sternen ausge-zeichnet.

Weiterhin ist das Hotel für seinen Luxus und den einzigartigen Baustil über alle Grenzen be-kannt. Das Hotel bietet neben Restaurants und Bars auch Massageräume, Schwimmbecken, Schwimmhallen mit Thermalbädern, Sauna, Solarium, Kosmetik, Friseur, medizinische Be-handlungen und viele weitere Dienstleistungen an.

Der Baustil des Hotels sowie die Architektur erinnern an den ungarischen Jugendstil. Das Hotel wurde im Jahre 1918 in dem dafür bekannten großzügigen „Grand Hotel“ Stil erbaut. Der Bau zeichnet sich durch eine besonders imposante Fassade aus, im Inneren des Hotels herrscht außerdem eine ganz besondere historische Atmosphäre.

Auch die Hotelzimmer bieten eine ganz besondere Atmosphäre. Sie sind im Stile der 60er und 70er Jahre eingerichtet und geizen ebenfalls nicht mit Platz. Außerdem bieten sie größtenteils einen herrlichen und einmaligen Ausblick auf den Gellértberg.

Besonders beliebt bei Touristen ist das dem Hotel zugehörige 44 Grad Celcius warme Ther-malbad. Das Hotel hat es sich auf Grund seiner besonderen Lage zu Nutze gemacht, dass viele Thermalquellen Budapest im Inneren des Gellértberges entspringen. Neben dem Thermalbad gibt es auch ein Sprudelbad, ein Wellenbad sowie mehrere Dampfbäder.

Die Zitadelle

8. April 2008

Eine einmalige und nicht zu verfehlende Sehenswürdigkeit stellt die Budapester Zitadelle dar, die sich auf der Spitze des Gellértberges erhebt. Von diesem Platz aus genießt man eine hervorragende Aussicht über die Stadt Budapest. Der Festungsbau Zitadelle wurde in den Jahren zwischen 1850 und 1854 errichtet und erinnert an die Unterdrückung der Ungarn durch die Habsburger nach dem Freiheitskampf von 1848 als Ungarn seine Unabhängigkeit erklärte diese jedoch durch österreichische, russische und kroatische Truppen niederge-schlagen wurde. Das Bauwerk ist ca. 230 Meter lang, ca. 60 Meter breit und ca. 15 Meter hoch. Die Mauern sind an ihren breitesten Stellen bis zu neun Meter breit.

Österreich wollte mit aller Gewalt weitere Aufstände dieser Art verhindern und begann Mili-tärpläne zu schmieden. Im Jahre 1850 wurde mit dem Bau der Festung, auch Zitadelle ge-nannt begonnen. In ihrer eigentlichen militärischen Funktion wurde sie jedoch nie genutzt. Vielmehr stellte sie ein Mahnmal der Stärke und Herrschaft Österreichs für die Bevölkerung dar.

Im Jahre 1899 wurde die Zitadelle an ungarische Behörden übergeben, die veranlassten bis zum Jahre 1901 die stetige Abtragung des Bauwerks, da mit ihm der Hass der Bevölkerung gegen österreichische Truppen verbunden war.

Auch im zweiten Weltkrieg spielte die Zitadelle eine Rolle. Sie wurde im Jahre 1945 von den sowjetischen Truppen besetzt und diente erneut ausländischen Truppen gegen die eigene ungarische Bevölkerung.

Die UNESCO hat die Zitadelle zwischenzeitlich zum Weltkulturerbe erklärt. Der Festungsbau dient heutzutage hauptsächlich touristischen Zwecken und wir auch als Restaurant- und Hotelanlage genutzt. Auch Luxuswohnungen und diplomatische Gebäude findet man mitlerweile in der Umgebung des Bauwerkes.

Die Budapester Freiheitsstatue

7. April 2008

Einmalig, da von nahezu jeder Stelle in Budapest aus sichtbar ist die vierzehn Meter hohe Freiheitsstatue, die auf dem Gipfel des Gellértberges im ehemaligen Stadtteil Buda vor der Zitadelle thront. Die Statue wurde im Jahre 1947 von den Sowjets zu Ehren der Soldaten der sowjetischen roten Armee die Ungarn im zweiten Weltkrieg von der Naziherrschaft befreiten aufgestellt bzw. umgestaltet. Sie sollte außerdem ein Denkmal für den Sieg des Kommunis-mus über den Faschismus darstellen.

Die goldfarbene - aus Bronze gegossene - Statue wurde in Form einer weiblichen Figur er-richtet, da weiblich das Recht der Frauen auf Freiheit symbolisiert. Sie hält einen Palmenwe-del mit gestreckten Armen über sich in den Himmel. Ursprünglich hielt dieses Denkmal je-doch einen Propeller in Händen. Damit sollte die Statue an den Sohn des ungarischen Politi-kers Horthy gedenken, der als Testflieger während des zweiten Weltkrieges tödlich verunglückte. Da Horthy jedoch als Freund des Naziregimes bekannt war, sollte nicht weiter-hin an Ihn erinnert werden.

Ursprünglich wurde von den Sowjets der sogenannte „Sowjetstern“ an der Statue angebracht. Der fünfzackige rote Stern galt als Symbol für den Kommunismus. Dieser wurde jedoch Anfang der Neunziger Jahre mit Auflösung der ehemaligen Sowjetunion wieder entfernt.

Am 20. August eines jeden Jahres werden von dem Platz aus, auf dem die Freiheitsstatue steht, Leuchtraketen des Feuerwerks gezündet, das auf Grund der Nationalfeierlichkeiten stattfindet. Einst galt der Feiertag dem ersten ungarischen König István, der am 20. August des Jahres 1083 heilig gesprochen wurde. Ihm gebührt jedoch ein eigenes Denkmal in Bu-dapest, dass sich in der Nähe der bekanntesten ungarischen Kirche, der Matthiaskirche be-findet. Am 20. August 1949 wurde jedoch auch Ungarns Verfassung nach russischem Abbild geschlossen. Seitdem gedenkt der Feiertag an beide Ereignisse.