Monatsarchiv für März 2008

Die erste U – Bahn des Europäischen Kontinents

Montag, den 31. März 2008

Anlässlich der eintausenjährigen Landnahmen der Ungarn wurde im Jahre 1986 in Budapest die erste U – Bahn auf dem europäischen Kontinent im Verkehr eingesetzt. Sie bekam daher den Namen „Millenniums U – Bahn“. Nur auf der „Insel“ gab es bereits eine U – Bahn.
Somit fuhr in Budapest nach London die zweite U – Bahn Europas. Am Bau dieser U – Bahn war bereits die Deutsche Firma Siemens & Halske maßgeblich beteiligt.

Die erste U – Bahnstrecke, welche nur wenige Meter tief unter der Erdoberfläche verkehrte, erstreckte sich von der Innenstadt durch einen sechs Meter breiten Tunnel bis zum sogenannten Stadtwäldchen udn wurde in knapp zehn Minuten zurückgelegt. Der historische erste U – Bahnswaggon ist noch heute einem U – Bahnmuseum, dass in einem Teil des alten Tunnels erbaut wurde zu besichtigen.

Obwohl heutzutage ein hochmodernes U – Bahnnetz (kurz Metro genannt) mit fünf U – Bahnlinien (Fertigstellung der U – Bahnlinie vier und fünf bis zum Jahre 2010), über 30 kilometer Länge und nahezu 50 U – Bahnstationen durch Budapest verläuft wird die ehemaliuge, inzwischen denkmalgeschützte Strecke nach wie vor befahren. Sie wird als sogenannte „kleine U – Bahn“ bezeichnet.

Da der Straßenverkehr in Budapest drastisch angestiegen ist und die Parksituation von staatlicher Seite verschärft wurde ist die U – Bahn unter anderem auch dank der flexibel gestalteten Tarife für Schüler, Studenten aber auch Berufspendler neben dem Fahrrad heutzutage zu einem der beliebtesten Verkehrsmittel der Einwohner geworden.

Der János - Berg

Sonntag, den 30. März 2008

Der sogenannte János- Berg ist mit seinen 527 Metern die höchste Erhebung Budapests. Ihn erreicht man heutzutage von der Stadt aus unter anderem per Bahn in ca. 45 Minuten, die durch enge Bergwege in einer immer tiefer werdende Waldlandschaft eintaucht.
Die Bahn wird jedoch – abgesehen vom Lokführer – von Kinder im Alter zwischen 10 und 14 in Uniform betrieben. Sie wird daher auch „Kindereisenbahn“ genannt und erinnert an eine wahrhaft wundeschöne Märchenwelt. Ein Wanderweg zwischen den Bergen führt direkt bis zum Gipfel des János – Berges.

Im 19. Jahrhundert wurde auf dem János – Berg ein 23,5 Meter hoher Aussichtsturm erbaut der nach dem Besucht von Königin Elisabeth den bis heute geläufigen und liebevollen Namen „Sissi – Turm“ erhielt.

Der „Sissi – Turm“ galt seit jeher als Ort der Ruhe und Erholung. Von ihm aus genießt man einen einmaligen Blick auf die tiefgrüne Hügellandschaft. Während der Aufstieg dorthin früher relativ schwierig war, ist nach einer umfassenden Renovierung im Jahre 2001 der Turm über eine Promenadenstraße mit zahllosen Steintreppen direkt erreichbar. Von der Spitze des Turms aus sind bei klarem Wetter das Parlament sowie viele bedeutende Bauten Budapests zu sehen.

Neben dem Turm befinden sich mehrere Steinterrassen von denen aus man den Blick über die Millionstadt Budapest genießen kann, sowie Spieleplätze für Kinder.

Für vom Aufstieg bereits müde Touristen führt zurück in die Stadt ein Sessellift (Libego), der an einen Skilift erinnert. Er überwindet einen Höhenunterschied von ca. 260 Metern.

Budapest – Die Entstehung

Samstag, den 29. März 2008

Die weltstadt Budapest, Ihres Zeichens auch ungarische Hauptstadt, mit derzeit ca. 1,7 Millionen Einwohnern, enstand erst im Jahre 1873, als die bis dahin selbständigen Städte Buda, Pest und Óbuda vereinigt wurden. Budapest, an beiden Seiten der Donau gelegen, beherbergt ca. ein Fünftel der gesamten ungarischen Bevölkerung.

Westlich der Donau liegt der ehemalige Stadtteil Buda, der sich besonders durch die Reichhaltigkeit seiner Thermalquellen (ca. 100 Quellen) sowie durch seine einmalige Berglandschaft auszeichnet. Die sogenannten Budaer Berge gelten jeher als Erholungsregion von Streß und Alltag. Besonders auffallend ist Buda’s größter Berg, der János Berg, von dem aus die tiefgrüne Hügellandschaft in einer einmaligen Perspektive bestaunt werden kann.

Pest, östlich des Flusses gelegen, beansprucht flächenmäßig den größten Teil des heutigen Budapest und ist im Gegensatz zum hügeligen Buda eine sehr ebene Region. Pest verlor jedoch im Laufe der Geschichte zunehmend an Bedeutung, da große Teile der ehemaligen Stadt in den zahllosen Kriegen zerstört wurde. Daher erblickt man in dem heutigen Geschäftsviertel Pest eher jüngere Prachtbauten wie das ungarische Parlament oder die Nationalgalerie.

Óbuda stellt lediglich noch einen einzigen der 23 Budapester (Verwaltungs-) Bezirke dar, der wie die anderen Bezirke unabhängig vom Oberbürgermeisteramt von einem Bezirksbürgermeister regiert wird. Die ehemalige römische Besiedlung dieses Bezirks ist bis heute noch sichtbar. Das Aquincum – Museum beherbergt überreste der ehemals römischen Stadt. Außerhalb des Museums können noch Überreste zweier Amphitheater besichtigt werden.